Zubehör Ersatzteile
Baumaschinen können mithilfe von zwei Arten von Ketten angetrieben werden: einerseits sind dies Stahlketten und andererseits Gummiketten. Meistens sind es gerade Einsatzbereiche in öffentlich zugänglichen und einsehbaren Gebieten (Straßen, Parks, Fußgängerzonen), in denen diese Ketten hauptsächlich von Baggern genutzt werden. Deshalb sind für das öffentliche Bewusstsein Baggerketten am ehesten bekannt, auch gibt es Kettenhändler, die mit diesem Produkt am deutlichsten werben.
Tatsächlich werden jedoch Fahrketten dieser Art vielfältig genutzt –und sind auch (je nach Hersteller und Fahrzeugtyp) in zahlreichen Ausführungen und Größen im Handel erhältlich. Immer wenn es darum geht, in kurzer Zeit Lasten zu bewegen, sind sie in entsprechenden Maschinen untergebracht: Es kann sich tatsächlich um Minibagger handeln, Dumper (Riesenbagger), Arbeitsbühnen oder auch Schneepflugfahrzeuge, deren Motor durch ein Zahnrad die entsprechende Kette antreibt. Die Größe und Form genau dieses Zahnrades sind nun im Wesentlichen dafür entscheidend, welche Kette benötigt wird.
Gewöhnlich bestehen Gummiketten aus einem Stahlgrundgerüst, welches mit Gummi verkleidet ist. Entweder ist eine Gummiober- mit einer Unterfläche miteinander vernäht und trägt dann binnenseitig die Stahlverkettung oder aber die Baggerketten hier z. B. sind aus einem Stück hergestellt. Dies vermeidet Schwachstellen. Sichtbare Spuren hinterlassen Ketten aus schwarzem Gummi; graues, sogenanntes "Non-Marking"-Material, macht keinen Abrieb sichtbar. Stahlketten können jedoch gepflasterte oder auch andere Straßen beschädigen und sind in ihrem Gebrauch bei gleicher Leistung viel lauter.
Für Baggerketten aus Gummi gibt es wichtige Pflegehinweise, die eine lange und reibungslose Funktionsweise des gesamten Fahrzeugs gewährleisten. Es sollte nach jeder durchgeführten Arbeit eine Hochdruckreinigung stattfinden. Auch kleinste Rückstände an Steinen oder Erde zu entfernen, darf nicht übersehen werden. Der Kontakt mit öl- oder salzhaltigen Materialien kann sich grundsätzlich schädlich auf diese Funktionsteile auswirken – genauso wie ein vorzeitiger Verschleiß des Antriebszahnrades. Dies, wie auch eine Aufheizung der Gummikette, würde durch längere Strecken und höhere Geschwindigkeiten begünstigt – besonders gilt dies für Untergrund, der nicht eben ist und scharfe Kanten aufweist. Pralles Sonnenlicht schadet ebenso wie zu häufiger Einsatz in Schnee oder Regen, das normale Spektrum einer Betriebstemperatur beträgt zwischen -25 °C und +55 °C.
Bevor eine neue Kette montiert wird, sollte sichergestellt werden, dass sich die restlichen Teile des Fahrzeugs in einwandfreiem Zustand befinden, das heißt: Abmessungen und Lagerungen sollten auf ihren Idealzustand überprüft werden. Das kann sich auf Laufrollen, Stützrollen und die Leiträder beziehen; das Antriebsrad sollte nicht mehr als 1.500 Stunden gelaufen sein. Grund: Ist die Kette neu, aber die anderen Bauteile abgenutzt, verkürzt sich die Lebensdauer einer neu montierten Kette schadhaft und beträchtlich. Das bezieht sich sowohl auf Gummi- als auch auf Stahlketten.